Welcher Rucksack fürs Rucking?

Wir waren ja nun mit einigen von euch schon unterwegs. Gewichte kommen von uns, der Rucksack kommt von euch. Und eigentlich immer hat sich gezeigt, dass der gewählte Rucksack sicherlich toll ist, um damit auf den Berg zu gehen, aber sicherlich nicht, um damit zu rucken.

Da nun schon mehrfach die Frage nach einem geeigneten Rucksack aufkam, haben wir uns der Sache angenommen und einen entsprechenden Guide zusammen gestellt.

Must Haves für einen Rucking-Rucksack

Stabilität

Beim Rucken wird dem Rucksack schon einiges abverlangt. Einerseits das Gewicht selbst (15kg Eisen hat man normalerweise nicht dabei), andererseits dient er auch als Gewicht bei Übungen, wird mal an einem Griff hoch gezogen, über Steine oder Gras gezogen und generell halbwegs belastet. Aus diesem Grund sollte die Wahl also auf ein stabiles Modell fallen. Dafür bieten sich vor allem Modelle aus Cordura an. 1000er muss es nicht sein, weniger als 500 allerdings nicht. Damit wiegt er mehr als ein ultraleichter Trekking Rucksack, aber das ist als Trainingsgerät ja auch nicht schlecht… 😉

 

Flacher Rücken

Viele Berg-Rucksäcke haben einen gebogenes Rückenteil. Das soll einen durchgeschwitzten Rücken vermeiden und für eine Federung der Inhalts sorgen. Genau das sorgt aber für mehrere Probleme. Einerseits schwitzt man beim Rucking sowieso, andererseits ist so das Gewicht nicht nah am Körper, was das Tragen zusätzlich erschwert. So wird der Rucksack schnell “schwammig” und unangenehm.
Der ideale “Rucking-Sack” hat deshalb ein gut gepolstertes, flaches Rückenteil.

 

Halterung für’s Gewicht

Beim Rucking dreht sich alles ums Gewicht. Das muss eng am Körper liegen und darf nicht verrautschen. Aus diesem Grund sollte man entweder eine entsprechende Tasche haben (z.B. ein Laptop Fach direkt am Rücken) oder innen entsprechende Schlaufen, um es zu fixieren.

 

Breite Schulterriemen

Druck ist Kraft durch Fläche und das Gewicht erzeugt dank der Schwerkraft eine Menge Kraft. Schmale, nur wenig gepolsterte Riemen können da schnell weh tun. Aus diesem Grund solltet ihr darauf achten, Schulterriemen zu haben, die das Gewicht gut verteilen.

 

Platz für eine Trinkblase

Wie schon gesagt: wer ruckt, der schwitzt. Und zwar VIEL. Deswegen ist Wasser ganz extrem wichtig. Und da es ziemlich viel Energie erfordert, immer wieder anzuhalten, den Rucksack abzusetzen und ihn dann nach dem Herausnehmen der Wasserflasche wieder zusammen zu packen und aufzusetzen, ist eine Trinkblase mit Schlauch absolut empfehlenswert. Der Rucksack sollte dafür einen entsprechenden Platz haben und braucht natürlich eine Schlauchöffnung für den Trinkschlauch?

 

 

 

Also? Welcher Rucksack denn nun?

Vermutlich ahnt ihr es schon: das ganze läuft am Ende auf einen eher militärischen Rucksack raus. Klassische Wander-Rucksäcke sind mit ihren auf wenig Gewicht getrimmten Materialien oft nicht stabil genug. Außerdem setzen die meisten Modelle auf eher dünne Riemen und dafür auf einen Hüftgurt, der beim Rucken aber nicht zum Tragen kommt.

Natürlich wäre der “Rucker” von GoRuck die offensichtliche Wahl, denn das ist genau der für diese Art von Sport entwickelte Rucksack. Allerdings gibts den nur in den USA und mit knapp 200$ ist er auch nicht unbedingt der günstigste (wenn auch in den Augen des Autors die mit Abstand beste Wahl).

Alternativen sind allerdings faktisch alle Rucksäcke von Tasmanian Tiger, dem militärischen Ableger von Deuter. Den “Essential Pack” gibt es schon ab 60€. Allerdings haben wir damit noch keine Erfahrungen. Der “Rush 24” von 5.11 ist Manuels Favorit, der Autor hingegen stört sich an dem unnötig weit hinten liegenden Schwerpunkt und der ungünstigen Form.

Der Geheimtipp ist in meinen Augen das “Dragon Egg” von Direct Action. Mit ein wenig Internetrecherche für um die 100€ zu bekommen, mit bestens fürs Gewicht geeignetem Laptop-Fach und genug Platz für eine Windjacke und kleine Essentials.



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